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Lesbarkeitsindex berechnen

Einfache Sprache
Leichte Sprache
Sehr schwer Mittel Sehr leicht

Scores

Flesch Reading Ease
0
LIX Lesbarkeitsindex
0
Wiener Sachtext Formel 1
0
Wiener Sachtext Formel 2
0
Wiener Sachtext Formel 3
0
Wiener Sachtext Formel 4
0
Flesch-Kincaid Grade Level (EN)
0
Gunning-Fog-Index (EN)
0

Zusatzinfos

Sätze
0
Wörter
0
Silben
0
Zeichen
0
Durchschnittliche Satzlänge
0
Wörter > 6 Buchstaben in %
0
Einsilbige Wörter in %
0

Was ist der Fair Text Lesbarkeitsindex-Rechner?

Der Fair Text Lesbarkeitsindex-Rechner ist ein Online-Tool zur Berechnung der Lesbarkeit und Verständlichkeit von Texten. Fügen Sie einfach Ihren Text in die obenstehende Box ein, und unser Tool bewertet die Lesbarkeit und Verständlichkeit Ihres Textes anhand wissenschaftlicher Lesbarkeitsindizes wie Flesch-Reading-Ease, LIX oder den Wiener Sachtextformeln. So erhalten Sie schnell und zuverlässig eine Einschätzung der Lesbarkeit Ihrer Texte. Die Berechnung läuft dabei vollständig in Ihrem Browser. Ihre Texte werden nicht an einen Server übertragen.

Entwickelt hat das Tool das Team von Fair Text, das aus dem KI-Forschungslabor von Prof. Bodo Kraft an der FH Aachen hervorgegangen ist. Lars Klöser, einer der Mitgründer von Fair Text beschäftigt sich im Forschungskontext und innerhalb des Unternehmens seit vielen Jahren mit dem Thema Verständlichkeit und insbesondere auch mit der Vereinfachung von Texten in Einfache & Leichte Sprache mit KI.

Der Begriff Textverständlichkeit bedeutet, wie leicht ein Text für einen Leser zu verstehen ist. Das hängt generell von 2 Faktoren ab:
1. Merkmale des Textes (Wortwahl, Satzstruktur, Satzlänge, Gliederung etc.)
2. Eigenschaften des Lesers (Sprachkenntnissen, Vorwissen, Stimmung, Interesse etc.)

Lesbarkeitsindizes bieten eine hilfreiche Möglichkeit, bestimmte Aspekte der Komplexität eines Textes zu bewerten, wie etwa die Satzlänge, die Anzahl der Silben oder die Häufigkeit langer Wörter. Allerdings erfassen sie nicht alle Faktoren, die zur Verständlichkeit eines Textes beitragen. Mehr Infos, wo die Grenzen eines Lesbarkeitsindex liegen, ordnen wir weiter unten im Text ein: Nach unten springen.

Konzepte wie Einfache Sprache und Leichte Sprache gehen über diese Zahlen hinaus. Ihr Ziel ist es, Texte so zu erstellen, dass sie optimal auf die Eigenschaften und Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt sind. Während Leichte Sprache besonders für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen entwickelt wurde und strengen Regeln folgt, ist die Einfache Sprache weiter zu fassen. Das übergeordnete Ziel von Einfacher Sprache nach DIN-Norm ist es, allgemein verständliche Texte zu erstellen. Was verständlich ist, hängt dabei stark von der Zielgruppe ab, an die der Text sich richtet.
Mehr Informationen zur Einfachen Sprache, ihren Grundsätzen und allgemeinen Regeln gibt es in unserem Blog-Beitrag: DIN-Norm für Einfache Sprache. Wer mehr darüber erfahren möchte, wie sich Einfache Sprache in den Sprachniveaus und Verständlichkeitsmodellen einordnen lässt, findet hier einen lesenswerten Beitrag: Einfache Sprache neu denken – prüfen auf Verständlichkeit. Die Einordnung im Tool, ab wann ein Text als Einfache oder Leichte Sprache gilt, orientiert sich an den Überlegungen aus diesem Beitrag.

Lesbarkeitsindizes im Überblick

Lesbarkeitsindizes bieten eine wissenschaftliche Grundlage, um die Verständlichkeit von Texten messbar zu machen. Sie analysieren verschiedene Aspekte wie Satzstruktur, Wortwahl und Textlänge, um die Verständlichkeit eines Textes zu bestimmen. Damit können Texte gezielt an die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst werden, sei es im Bildungsbereich, in der Kommunikation oder für barrierefreie Inhalte.

Flesch-Reading-Ease Index

Der Flesch-Reading-Ease, auch Flesch-Kincaid-Index oder Flesch-Grad genannt, wurde bereits 1940 von Rudolf Flesch entwickelt. Der Index gehört zu einer der bekanntesten und populärsten Lesbarkeitsindizes. Der Flesch-Reading-Ease war ursprünglich nur für englische Texte entwickelt und wurde von Toni Amstad in die deutsche Sprache übertragen.

ASW: Durchschnittliche Silbenanzahl pro Wort (Average Number of Syllables per Word)
ASL: Durchschnittliche Satzlänge (Average Sentence Length)

FRE Englisch = 206,835 – (1,015 × ASL) – (84,6 × ASW)

FRE Deutsch = 180 – ASL – (ASW × 58,5)

Flesch-Reading-Ease Score

Lesbarkeit

Beispiele

0 – 30

Sehr Schwer

Akademiker

30 – 50

Schwer

50 – 60

Mittelschwer

60 – 70

Mittel

13–15-jährige Schüler

70 – 80

Mittelleicht

80 – 90

Leicht

90 – 100

Sehr Leicht

11-jährige Schüler

Beispiel: Der Satz „Sie liebte es, im Regen spazieren zu gehen“ hat 8 Wörter und 13 Silben. Die durchschnittliche Satzlänge (ASL) liegt damit bei 8, die durchschnittliche Silbenzahl pro Wort (ASW) bei 13 / 8 = 1,625. Eingesetzt in die Formel ergibt das FRE Deutsch = 180 − 8 − (1,625 × 58,5) = 76,9.
Ein Wert, der laut Tabelle als „leicht“ gilt.

Lesbarkeitsindex (LIX)

Der Lesbarkeitsindex LIX (im Original „Läsbarhetsindex“) wurde 1968 von dem schwedischen Forscher Carl-Hugo Björnsson entwickelt und ist eine der populärsten Formeln zur Messung der Lesbarkeit von Texten.

A: Anzahl der Wörter im Text
B: Anzahl der Sätze
C: Anzahl der langen Wörter (mehr als sechs Buchstaben)

LIX = A / B + (C × 100 / A)

LIX Score

Interpretation

Beispiele

Über 60

Sehr Schwer

Fachliteratur

50 – 60

Mittelschwer – Schwer

Sachliteratur

40 – 50

Leicht – Mitelleicht

Belletristik

Unter 40

Sehr Leicht

Kinder- und Jugendliteratur

Beispiel: Der Satz „Die Katze schläft heute auf dem warmen Fensterbrett“ hat 8 Wörter, davon zwei länger als sechs Buchstaben. Bei einem einzelnen Satz (B = 1) ergibt sich LIX = 8 / 1 + (2 × 100 / 8) = 8 + 25 = 33
Nach der Tabelle also ein LIX-Wert von „sehr leicht“.

Wiener Sachtextformeln (WSTF)

Die Wiener Sachtextformel ist ein speziell für deutsche Sachtexte entwickeltes Lesbarkeitsmaß, das die Verständlichkeit von Texten anhand der Satz- und Wortlänge sowie des Anteils ein- und mehrsilbiger Wörter ermittelt.

Die Wiener Sachtextformel ist wie folgt normiert:
Je kleiner der WSTF-Wert, desto leichter ist der Text zu verstehen.

WSTF-Wert

Lesbarkeit

4-6

Sehr einfach

7-10

Gut verständlich

10-12

Mittelschwer

über 12

Schwer bis sehr schwer

MS: Prozentanteil der Wörter mit drei oder mehr Silben.
SL: Mittlere Satzlänge (Anzahl der Wörter pro Satz).
IW: Prozentanteil der Wörter mit mehr als sechs Buchstaben.
ES: Prozentanteil der einsilbigen Wörter.

WSTF1 = 0,1935 × MS + 0,1672 × SL + 0,1297 × IW − 0,0327 × ES − 0,875

WSTF2 = 0,2007 × MS + 0,1682 × SL + 0,1373 × IW − 2,779

WSTF3 = 0,2963 × MS + 0,1905 × SL − 1,1144

WSTF4 = 0,2744 × MS + 0,2656 × SL − 1,1693

Unterschiede zwischen den Wiener Sachtextformeln:

  • WSTF1 berücksichtigt alle vier Hauptfaktoren: Satzlänge, Satzanzahl, Anteil langer Wörter und Anteil einsilbiger Wörter.
  • WSTF2 ähnelt WSTF1, gewichtet die Faktoren jedoch etwas anders und lässt den Anteil einsilbiger Wörter weg.
  • WSTF3 ist die einfachste Formel, da sie nur die mittlere Satzlänge und den Anteil langer Wörter berücksichtigt.
  • WSTF4 fokussiert sich speziell auf die Lesbarkeit in Bezug auf Schulstufen, weshalb die Gewichtung der Satzlänge stärker ausfällt.

Flesch-Kincaid Grade Level (für englische Texte)

Der Flesch-Kincaid Grade Level baut auf der Flesch-Reading-Ease-Formel auf, verfolgt aber ein anderes Ziel. Er ordnet einen Text nicht auf einer abstrakten Punkteskala ein, sondern direkt einer US-Schulklasse zu. Ein Wert von 9 bedeutet demnach, dass ein Leser etwa neun Jahre Schulbildung benötigt, um den Text beim ersten Lesen zu verstehen. Entwickelt wurde die Formel 1975 im Auftrag der US Navy, um die Verständlichkeit von technischen Handbüchern zu prüfen.

Da die Formel für das Englische kalibriert ist, übertragen wir das Ergebnis nicht auf deutsche Bildungsstufen. Für deutsche Texte bleiben Flesch-Deutsch, LIX und die Wiener Sachtextformeln die verlässlicheren Werte.

ASL: Durchschnittliche Satzlänge (Average Sentence Length)
ASW: Durchschnittliche Silbenanzahl pro Wort (Average Number of Syllables per Word)

Flesch-Kincaid Grade Level = 0,39 × ASL + 11,8 × ASW − 15,59

Je höher der Wert, desto mehr Schuljahre setzt der Text voraus. Nach oben gibt es keine Obergrenze: Aneinandergereihte, extrem lange Kunstwörter können theoretisch beliebig hohe Werte erzeugen. Nach unten sind durch sehr kurze Sätze und Wörter sogar negative Werte möglich, wie im Kinderbuch „Green Eggs and Ham“ von Dr. Seuss, das einen Wert von −1,3 erreicht.

Gunning-Fog-Index (für englische Texte)

Der Gunning-Fog-Index wurde 1952 von Robert Gunning entwickelt, einem Verleger mit Hintergrund im Zeitungs- und Lehrbuchgeschäft. Auch er gibt das Ergebnis als Schuljahre aus. Ein Wert von 12 entspricht in etwa dem Leseniveau eines amerikanischen Highschool-Abschlussjahrgangs. Für ein breites Publikum gilt ein Wert unter 12 als Richtwert, für Texte mit Anspruch auf allgemeine Verständlichkeit liegt die Grenze eher bei 8.

ASL: Durchschnittliche Satzlänge (Wörter pro Satz)
MS: Prozentanteil der Wörter mit drei oder mehr Silben

Gunning-Fog-Index = 0,4 × (ASL + MS)

Im Original zählt Gunning bestimmte Wortarten anders: Eigennamen und geläufige Fachbegriffe fließen nicht in die Zählung der komplexen Wörter ein, und Endungen wie „-es“, „-ed“ oder „-ing“ werden bei der Silbenzahl nicht mitgezählt. Unser Rechner zählt Silben rein mechanisch, ohne diese Ausnahmen zu berücksichtigen. Der angezeigte Wert ist damit eine Annäherung, keine akademisch exakte Gunning-Fog-Berechnung.

Gunning-Fog Score

Bildungsniveau (US)

6

6. Klasse

7-8

7. – 8. Klasse

9-12

Oberstufe (9.-12. Klasse)

13-16

College

17

Hochschulabschluss

Grenzen von Lesbarkeitsindizes

Lesbarkeitsindizes messen, was sich leicht zählen lässt: Satzlänge, Silben, der Anteil langer Wörter. Das sind brauchbare Näherungswerte, aber nur ein Ausschnitt dessen, was einen Text tatsächlich verständlich macht. Ob zum Beispiel ein Satz grammatisch verschachtelt ist, Fachbegriffe erklärt werden oder wie viele Genitiv/Passivkonstruktionen im Text vorkommen, erfasst keine der Formeln auf dieser Seite direkt. Am Ende bleibt der Index jedoch nur eine grobe Näherung. Ein Text kann einen niedrigen LIX-Wert haben und trotzdem schwer verständlich sein, etwa wenn er viele unbekannte Abkürzungen enthält, Informationen in ungewohnter Reihenfolge präsentiert, Fachwörter enthält welche für die Zielgruppe unbekannt sind etc.

Ob ein Text verständlich ist, entscheidet sich nämlich nicht nur auf Wort- und Satzebene, sondern auch die Textebene als Ganzes. Die DIN-Norm für Einfache Sprache fasst unter die Textebene unter anderem:

  • eine klare Gliederung mit Absätzen und Zwischenüberschriften
  • eine angemessene Textlänge
  • Zusammenfassungen bei längeren Texten
  • eine Reihenfolge der Informationen, die dem Leser folgt statt ihn zu verwirren

Keiner dieser Faktoren wird von den Sprachindex-Formeln auf dieser Seite aufgenommen.

Ein weiterer Faktor ist, wie gut Sätze aufeinander aufbauen. In der Sprachwissenschaft heißt das Kohärenz: der inhaltliche Zusammenhang zwischen aufeinanderfolgenden Sätzen. Ohne Kohärenz bleibt ein Text eine bloße Aneinanderreihung einzelner Aussagen, kein zusammenhängendes Ganzes. Springt ein Text von Thema zu Thema, ohne dass der Zusammenhang erkennbar bleibt, hilft ein niedriger Lesbarkeitswert wenig. Mit Algorithmen kann man sich dem annähern, etwa indem man misst, wie ähnlich sich aufeinanderfolgende Sätze inhaltlich sind: Ein durchgehend hoher Wert deutet auf einen roten Faden hin, ein häufiger Einbruch auf abrupte Themenwechsel.

Und ganz viele weiter Faktoren der Verständlichkeit lassen sich kaum oder gar nicht messen: Ob ausreichend Beispiele in einem Text sind, ob der Stil und die Tonalität zur Zielgruppe passt, ob Vorwissen vorausgesetzt wird, das gar nicht vorhanden ist. Genau diese Faktoren, also Textstruktur, Kohärenz und Stil, und viele weitere Regeln auf Wort- und Satzebene, sind fester Bestandteil der Regelwerke für Einfache und Leichte Sprache. Da die Leichte Sprache als Ziel hat, Texte für Menschen mit Beeinträchtigung zu erstellen, kommt hier noch eine weitere Regel hinzu. Menschen aus genau dieser Zielgruppe müssen den fertigen Text lesen und bestätigen, dass er wirklich verständlich ist, bevor er offiziell als Leichte Sprache gilt.

Weitere Lösungen von Fair Text

Um die Erstellung von Texten in Einfacher und Leichter Sprache zu unterstützen und die Vereinfachung von Texten mit KI zu automatisieren haben wir den Fair Text Assistant entwickelt. Ein Redaktionstool um Texte und Dokumente zu vereinfachen auf Wort-, Satz- und Textebene. Um Webseiten zu vereinfachen haben wir zusätzlich das Plug & Play Produkt gelaunched. Die Lösung lässt sich mit einer Zeile Code in jede Webseite integrieren und gibt allen Besuchern die Möglichkeit den Textinhalt in Einfacher Sprache zu lesen.

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Du hast Fragen zur Berechnung der Sprachindizes, zur Erstellung von Texten in Einfacher oder Leichter Sprache? Oder hast du Wünsche zur Funktionalität des Tools? Kontaktiere uns einfach über den Button – wir melden uns schnellstmöglich.

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