Der bekannteste Anbieter um professionell die eigene Webseite zu übersetzen, ist Weglot. 2016 in Frankreich gegründet mit über 50 Mitarbeitenden ist das Unternehmen ein zuverlässiges Softwareunternehmen, auf das viele Unternehmen und Organisationen setzen, wenn sie ihre Webseite zuverlässig in mehrere Fremdsprachen übersetzen wollen, statt sich auf die automatische Übersetzung von Google Translate zu verlassen. Mehr zum Thema Google Translate im Vergleich zu professionellen Übersetzungstools findet sich in diesem Artikel.
Neben Weglot gibt es jedoch noch eine Reihe von weiteren spannenden Produkten um die eigene Seite professionell und automatisiert mit KI in Fremdsprachen zu übersetzen. In diesem Artikel stellen wir sechs Anbieter für die mehrsprachige Webseite vor und vergleichen sie anhand fünf Kriterien: Setup, Preismodell, Datenschutz, Editierbarkeit und Qualität. Darunter Fair Text Translate und conword.io aus Deutschland, TranslatePress aus Rumänien, GTranslate mit operativem Team in Armenien und WPML mit einem international verteilten Team und der oben angesprochene Platzhirsch Weglot.
Kurzübersicht: Webseiten-Übersetzer im Vergleich
Fünf Kriterien entscheiden in der Praxis über die Tool-Wahl: der Setup-Aufwand, das Preismodell, der Datenschutz, die Qualität der Übersetzung und die anschließende Möglichkeit die Übersetzung anzupassen bzw. allgemein darauf Einfluss zu nehmen. Die folgende Tabelle vergleicht alle sechs Tools auf dieser Basis und zeigt zusätzlich Herkunft und Übersetzungs-Engine. Beides ist kein eigenes Auswahlkriterium, aber für die Einordnung relevant. Die Werte stammen aus den öffentlichen Preis- und Hilfe-Seiten der Anbieter, abgerufen im September 2026.
Tool | Setup | Preis (ab) | Standort & Datenschutz | Editierbarkeit | KI-Modell |
|---|---|---|---|---|---|
Snippet/Plugin, kein Code-Wissen nötig | ab 15 €/Monat, 10.000 Wörter, 1 Sprache | Server in der EU, Subprozessoren außerhalb der EU über DPF geregelt | Voller Übersetzungs-Editor (alle bezahlten Tarife) | DeepL bevorzugt, Fallback auf Google/Bing, optional OpenAI-gestützte „AI Suggestions“ | |
Eine Zeile Code | ab 590 €/Jahr, 100 Seiten, 2 Sprachen | EU (Deutschland). Hosting in Deutschland, DSGVO-konform | Selbstbedienungs-Dashboard in Entwicklung, Korrekturen aktuell über Account-Manager | Mistral KI-Modelle kombiniert mit eigenem Fine-Tuning | |
Eine Zeile JavaScript | Individuelles Pricing, nicht öffentlich gelistet | EU (Deutschland), DSGVO-konform | Begriffs-Overrides pro Sprachpaar | DeepL Pro | |
WordPress-Plugin, nur für WordPress | ab 99 €/Jahr, 50.000 Wörter/Jahr eigener KI-Engine | EU, jedoch keine öffentlichen DSGVO Aussagen | Visueller Inline-Editor, sehr granular | Eigene KI-Engine oder Google Translate / DeepL per API-Key | |
Code-Snippet | Custom-Tarif ab 12 $/Monat (nur 1 Zielsprache) | Außerhalb der EU | Nur in bezahlten Tarifen | Modell nicht bekannt | |
WordPress-Plugin, zusätzliches Setup für Mehrsprachigkeit | ab 39 €/Jahr pro Website, KI-Übersetzung erst ab 99 €/Jahr (CMS-Tarif) mit 22.500 Wörtern inklusive | Außerhalb der EU, jedoch mit DPA | Editor je nach gewählter Engine, granular | Wählbar zwischen: DeepL, Google Translate oder Microsoft Translator |
Drei der sechs Fremdsprachenübersetzer (Weglot, Fair Text & conword.io) kommen aus der EU und zeigen ein klares Commitment zur DSGVO mit transparenten Informationen hinsichtlich Serverstandort und Verarbeitung der Daten. Bei den Anbietern GTranslate, WPML und TranslatePress konnte zum Thema Datenschutz nicht ausreichend Informationen gefunden werden. Als Unternehmen und Organisation in Deutschland könnte das im Zweifel bei einer Zusammenarbeit zu Problemen führen.
Ähnliche Unterschiede zeigen sich auch bei den sechs Fremdsprachenanbietern hinsichtlich des Supports. Weglot, conword.io und Fair Text Translate bieten direkten Kundenkontakt, teils mit eigenem Account-Manager. Die reinen WordPress-Plugins in diesem Vergleich, TranslatePress und WPML, aber auch GTranslate laufen support-seitig tendenziell anonymer: Lizenz kaufen, selbst einrichten, bei Problemen ins Ticket-System oder Forum.
Einer der größten Unterschiede zeigt sich im Preismodell und in den Kosten. Weglot, TranslatePress und WPML rechnen im Kern nach übersetztem Wortvolumen ab: mehr Text oder mehr Sprachen bedeuten eine höhere Tarifstufe. GTranslate rechnet stattdessen nach Funktionsumfang, unabhängig vom übersetzten Volumen. Fair Text Translate bepreist nach Seitenzahl statt nach Wörtern. Über das Preismodell von conword.io ist öffentlich nichts bekannt, kann hier also nicht weiter eingeordnet werden. Für Websites mit vielen kurzen Seiten wirkt sich ein wortbasiertes Modell anders aus als für Websites mit wenigen, aber sehr langen Seiten. Ein direkter Preisvergleich in einer einzigen Zahl ist deshalb nicht seriös möglich. Eine konkrete Beispielrechnung inklusive Preis-Kalkulator, folgt weiter unten.
Qualität: Wie gut übersetzen die Anbieter?
Die Qualität der Fremdsprachenanbieter hängt nicht vom Übersetzungstool selbst ab, sondern von der Engine und dem KI-Modell dahinter. Diese Landschaft hat sich seit den LLMs spürbar verschoben. DeepL galt lange als der unangefochtene Standard, vor allem für europäische Sprachen. In einem Vergleich von Google Translate vs. DeepL von Intenzo zeigt sich, das DeepL bei 65% der getesteten Sprachpaare vorne lag. Insbesondere für Texte in sehr spezifischen Feldern, wie komplexe Handbücher im Industriekontext, wissenschaftliche Arbeiten, zeigt DeepL seine größten Stärken.
Bei allgemeineren und kreativeren Texten haben LLM-basierte Engines wie GPT-4 und Claude 3.5 aber deutlich aufgeholt, in Teilen sogar überholt. In einem aktuellen Benchmark-Vergleich liegt DeepL beim automatisierten BLEU-Score zwar weiterhin vorn. Bei der menschennäheren COMET-Metrik und bei Marketing-Texten schneiden GPT-4 und Claude 3.5 dagegen besser ab. Für UI-Texte und stark strukturierte Inhalte bleibt DeepL laut demselben Vergleich die bessere Wahl.
Zusammengefasst bedeutet das: DeepL bleibt in den allermeisten Fällen eine sichere Wahl. Bei allgemeineren Texten liegen die Top-Modelle von Anbietern wie OpenAI oder dem europäischen LLM-Anbieter Mistral inzwischen aber auf einem vergleichbaren Niveau. Das eignet sich gut für städtische und öffentliche Organisationen. Auch die meisten Unternehmen kommen damit aus, wenn ihre Webseite keine hochspezialisierten Fachtexte enthalten. Bei Anbietern wie WPML, GTranslate oder TranslatePress, deren eigene Engine nicht offengelegt ist, lohnt sich vor der Entscheidung trotzdem ein genauer Blick auf die tatsächliche Modellqualität. Bei WPML und TranslatePress lässt sich zusätzlich DeepL als externe API einbinden, das erhöht dann die Kosten. Bei GTranslate gibt es diese Option nicht, dort bleibt die Modellwahl intransparent.
Deep Dive der Anbieter
Im folgenden soll au die Anbieter im Detail eingegangen werden, diese vorgestellt und Stärken sowie Schwächen aufzeigt werden.
Weglot
Weglot ist seit der Gründung 2016 stetig gewachsen. Nach eigenen Angaben nutzen mittlerweile mehr als 110.000 Unternehmen in über 150 Ländern den Dienst. Technisch ist Weglot entsprechend ausgereift: Der Dienst deckt bis zu 20 Sprachen ab und lässt sich in wenigen Minuten einbinden. In der Grundkonfiguration ist er DSGVO-konform und hostet Server in der EU. Er arbeitet aber zusätzlich mit Subprozessoren (z.B. OpenAI) außerhalb der EU, darunter in den USA. Was jedoch über das EU-US Data Privacy Framework und Standardvertragsklauseln abgesichert ist.
Preislich beginnt Weglot bei 15 Euro pro Monat für 10.000 Wörter und eine Sprache. Die Business-Stufe kostet 29 Euro pro Monat für 50.000 Wörter und drei Sprachen. Für größere Textmengen oder mehr Sprachen reichen die Tarife bis auf 699 Euro pro Monat für 5 Millionen Wörter und 20 Sprachen. Für größere Websites und Unternehmenskunden gibt es zusätzlich ein Enterprise-Angebot mit einem festen Ansprechpartner-Team für Einrichtung und Skalierung, dazu erweiterte Sicherheits-Features und individuelle Integrationen.
Bei der Übersetzungs-Engine setzt Weglot standardmäßig auf DeepL. Ist eine Sprachkombination dort nicht verfügbar, springt der Dienst automatisch auf Google Translate oder Microsoft um. Zusätzlich gibt es mit den „AI Suggestions“ eine optionale Zusatzfunktion: Im Editor lässt sich für eine bereits übersetzte Textstelle per Klick eine Auswahl von bis zu fünf alternativen Formulierungen anfordern, erzeugt über OpenAI auf Basis der bestehenden Übersetzung, der Zielsprache und der angegebenen Branche der Website. Kundinnen und Kunden wählen dort manuell aus, ob und welchen Vorschlag sie übernehmen.
Auf der deutschen Bewertungsplattform OMR Reviews liegen für Weglot zwölf Bewertungen vor, mit einer Durchschnittsnote von 4,4 von 5 Sternen. Inhaltlich loben Nutzerinnen und Nutzer vor allem die einfache Einbindung in Shopify oder WordPress und eine aus ihrer Sicht überdurchschnittliche Übersetzungsqualität. Kritisiert werden jedoch das schnell erreichte Wortlimit und die dadurch steigenden Kosten. Auf Reddit berichten mehrere Nutzer, dass die Kosten bei vielen Unterseiten oder mehreren Sprachen schnell stark ansteigen. Ein genauer Blick auf die eigene Tarifstruktur lohnt sich deshalb, die Beispielrechnung weiter unten im Abschnitt „Was kostet die Übersetzung wirklich?“ zeigt das konkret.
Mehr Infos: Weglot
Fair Text Translate
Fair Text Translate ist ein Produkt von laizee.ai, einer Ausgründung aus dem KI-Forschungslabor der FH Aachen. Ursprünglich kommt das Unternehmen neben der Individualentwicklung von KI-Lösungen aus dem Bereich der Sprachvereinfachung und hat vor dem Launch der Übersetzungslösung, Produkt wie Plug & Play entwickelt, um Einfache Sprache auf Webseiten bereitzustellen. Aus derselben KI-Forschung heraus entstehen bei laizee.ai auch andere Lösungen für Unternehmen, etwa ein Chatbot-Produkt für den Kundenkontakt oder für den internen Support.
Der Dienst hostet vollständig in Deutschland und bepreist nach Seitenzahl statt nach übersetztem Wortvolumen. Das macht die Kosten für Webseiten planbarer, auch weil die Übersetzung neuer Seiten, oder die Neuübersetzung von Inhalten die geändert werden im Preis inkludiert sind. Die Preisstufen reichen von 590 Euro pro Jahr für 100 Seiten bis 1.490 Euro für 2.500 Seiten. Für größere Organisationen gibt es Enterprise-Konditionen auf Anfrage.
Bei der Einrichtung setzt Fair Text Translate bewusst nicht auf reinen Self-Service sondern unterstützt bei der Code-Integration, sowie der Platzierung und dem Styling des Fremdsprachebuttons. Anpassungen an Inhalten laufen aktuell auch noch über einen eigenen Key-Account-Manager. Bei Bedarf entwickelt Fair Text außerdem individuelle Anpassungen und Sonderlösungen für einzelne Kundinnen und Kunden.
Bei der Übersetzungsqualität setzt Fair Text auf Mistral, kombiniert mit einem eigenen Fine-Tuning-Ansatz. Ein Glossar sorgt dafür, dass festgelegte Fach- und Spezialbegriffe unternehmensweit konsistent übersetzt werden.
Mehr Infos: Fair Text Translate
conword.io
conword.io ist ein deutsches Unternehmen, kommt primär aus dem kommunalen Umfeld und ist dort auch heute sichtbar vertreten. Auf der eigenen Seite nennt das Unternehmen unter anderem die Städte Köln, Frankfurt und Dortmund als Kunden.
conword.io wirbt ebenfalls mit vollständiger Datenhaltung innerhalb der EU. Server, CDN, API und Kundenportal liegen ausschließlich bei europäischen Anbietern. Als Übersetzungs-Engine kommt DeepL Pro zum Einsatz, dessen Texte laut Anbieterangabe verschlüsselt und nicht für Modelltraining verwendet werden.
Die Einbindung funktioniert wie bei den meisten Übersetzungstools in diesem Vergleich über eine einzelne Zeile JavaScript. Eine öffentliche Preisliste gibt es nicht sondern müssen beim Anbieter angefragt werden. Stattdessen kalkuliert conword.io ein individuelles Pricing je nach Webseitengröße, den Preis dafür erfährt man erst nach einer Anfrage.
Mehr Infos: conword.io
TranslatePress
TranslatePress kommt von Cozmoslabs, einem 2008 gegründeten Unternehmen mit Sitz in Timișoara, Rumänien. Gegründet hat es Adrian Spiac, ursprünglich mit einer Web-Agentur, aus der über mehrere WordPress-Plugins schließlich TranslatePress entstand. Der erklärte Anspruch: ein möglichst einsteigerfreundlicher visueller Übersetzungs-Editor, bedienbar wie ein Page-Builder für Übersetzungen.
Das Tool ist ausschließlich für WordPress gebaut. Wer eine andere Plattform nutzt, kommt hier nicht weiter. Preislich beginnt es bei 99 Euro pro Jahr für 50.000 Wörter über die eigene KI-Engine (Stufe Personal). Ab der Stufe Business für 199 Euro pro Jahr lässt sich zusätzlich ein eigener DeepL- oder Google-API-Zugang einrichten. Die teuerste Stufe „Developer“ erhöht das Wortkontingent auf 500.000 Wörter. Wer über das gewählte Kontingent hinaus übersetzt, zahlt die externe API separat. Über den Inline-Editor lässt sich jede Übersetzung direkt auf der Seite anpassen.
Die Einbindung erfolgt über die reguläre Plugin-Installation in WordPress, nicht über ein zusätzliches Code-Snippet. Auf wordpress.org hat die kostenlose Version des Plugins bei 1.655 Bewertungen einen sehr guten Schnitt von 4,7 von 5 Sternen. Der Support läuft dabei anders als bei den oben beschriebenen Anbietern nicht über einen persönlichen Account-Manager, sondern über das wordpress.org-Forum und ein eigenes Ticket-System.
Mehr Infos: TranslatePress
GTranslate
GTranslate wurde 2008 von Edvard Ananyan gegründet. Das operative Team sitzt nach eigenen Angaben in Jerewan, Armenien.
Die Einbindung funktioniert über ein einfaches Snippet. Es gibt auch eine kostenlose WordPress-Plugin-Variante mit 4,9 von 5 Sternen bei rund 4.950 Bewertungen und über 900.000 aktiven Installationen. Wichtig für die Einordnung: Diese Zahlen beziehen sich auf die kostenlose WordPress-Variante, nicht zwangsläufig auf das kostenpflichtige GTranslate.io-Produkt aus der Preistabelle oben. Beide laufen unter derselben Marke, aber mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Die sicherlich größte Stärke von GTranslate ist der Preis. Die bezahlten Tarife sind Feature- statt wortbasiert. Das heißt: Mehr übersetzter Text kostet nichts extra, siehe auch den Kostenabschnitt unten
Was weniger klar ist: Welches konkrete KI-Modell im Hintergrund übersetzt, bleibt unbenannt. Auch beim Datenschutz bleibt GTranslate vage: keine öffentliche DSGVO- oder Hosting-Aussage, keine einsehbare Subprozessoren-Liste wie bei Weglot. Bei einem Anbieter mit Sitz außerhalb der EU ist das ein Punkt, den man vor Vertragsschluss gezielt erfragen sollte.
Mehr Infos: GTranslate
WPML
WPML gehört zu OnTheGoSystems, gegründet von Amir Helzer. Die Firma begann in Argentinien mit dem Übersetzungsdienst ICanLocalize. und ist seitdem stark international gewachsen. Heute mit Sitz in Hongkong und stark verteilt über mehrere Länder.
WPML ist ausschließlich für WordPress gebaut. Wie TranslatePress läuft es auf keiner anderen Plattform. Innerhalb von WordPress ist es tief integriert, mit Unterstützung für Custom Post Types, Menüs und WooCommerce-Shops. Die Preisstufen beginnen bei 39 Euro pro Jahr pro Website ohne KI-Übersetzung. KI-Übersetzung gibt es erst ab der CMS-Stufe für 99 Euro pro Jahr mit 22.500 Wörtern inklusive.
Bei WPML kann man zwischen vier Übersetzungs-Engines wählen, dem eigenen Übersetzungsmodell PTC, DeepL, Google Translate oder Microsoft Translator. Kostenmäßig macht die Wahl einen spürbaren Unterschied: Alle vier laufen über dieselbe gestaffelte Pay-as-you-go-Tabelle, DeepL und Google kosten dort aber nur 50 Prozent des PTC-Preises, Microsoft 25 Prozent. Die Connectoren zu den DeepL & Co. sind jedoch als „Legacy“ markiert und damit unklar, wie lange sie noch verfügbar sind.
Die Einbindung erfolgt wie bei TranslatePress über eine reguläre Plugin-Installation, nicht über ein Code-Snippet. Anders als TranslatePress wird WPML aber nicht über das kostenlose wordpress.org-Verzeichnis vertrieben, sondern ausschließlich direkt beim Anbieter als Download. Der Support läuft wie bei TranslatePress über ein Ticket-System und Dokumentation und nicht über einen dedizierten Ansprechpartner.
Mehr Infos: WPML
Kosten: Was kostet die Übersetzung wirklich?
Kostenvergleiche zwischen den Webseitenübersetzern sind schwierig, weil jeder Anbieter anders abrechnet: nach Wortvolumen, nach Website-Anzahl oder nach Seitenzahl. Um trotzdem eine Orientierung zu geben, rechnen wir vier Größenordnungen durch:
Tool | 50 Seiten / 2 Sprachen | 200 Seiten / 4 Sprachen | 2.000 Seiten / 8 Sprachen | 5.000 Seiten / 8 Sprachen |
|---|---|---|---|---|
Weglot | 290 €/Jahr (Business) | 2.990 €/Jahr (Advanced) | auf Anfrage | auf Anfrage |
Fair Text Translate | 590 €/Jahr | 990 €/Jahr | 1.490 €/Jahr | auf Anfrage |
conword.io | auf Anfrage | auf Anfrage | auf Anfrage | auf Anfrage |
TranslatePress + eigenes Modell | 99 €/Jahr (Personal) | 349 €/Jahr (Developer) | wechsel auf DeepL nötig | wechsel auf DeepL nötig |
TranslatePress + DeepL | ca. 485 €/Jahr | ca. 485 €/Jahr | ca. 1.385 €/Jahr | ca. 3.185 €/Jahr |
GTranslate | 250$/Jahr | 250$/Jahr | 250$/Jahr | 250$/Jahr |
WPML + eigenes Modell | ca. 149 €/Jahr | ca. 584 €/Jahr | ca. 4.584 €/Jahr | ca. 9.384 €/Jahr |
WPML + DeepL | ca. 124 €/Jahr | ca. 342 €/Jahr | ca. 2.342 €/Jahr | ca. 4.742 €/Jahr |
Annahme: 1 Unterseite entspricht im Schnitt 500 Wörtern. Wer eine andere durchschnittliche Seitenlänge ansetzen will, findet das im interaktiven Kosten-Rechner.
Wer mit eigenen Zahlen statt mit diesem Beispiel rechnen will: Der interaktive Kostenrechner übernimmt dieselbe Berechnung für beliebige Kombinationen aus Unterseiten, Wörtern pro Seite und Zielsprachen, inklusive der Engine-Wahl bei TranslatePress und WPML.
Wann lohnt sich welche Lösung?
Die Entscheidung hängt weniger von einem einzelnen Testsieger ab als davon, welches der fünf Kriterien für die eigene Organisation nicht verhandelbar ist. Wer diese Priorität kennt, kann die Tabelle oben direkt als Filter nutzen.
Wer ausschließlich WordPress nutzt, eine kleine Webseite hat und die Übersetzungslösung einfach per Plugin installieren möchte, kann auf TranslatePress/GTranslate/WPML setzen. Jedoch mit den teilweise oben beschriebenen Einschränkungen im Datenschutz & individuellen Customer Support.
Für Organisationen und Unternehmen, die Wert auf ein sehr großes Ökosystem legen, inklusive DSGVO-Konformität und Key-Account-Support (im Enterprise-Modell) kommt unter anderem Weglot in Frage. Ein ähnliches Angebot, fokussiert auf den deutschen Markt bieten conword.io und Fair Text Translate.
Geht es nicht um eine Fremdsprache, sondern darum, dass Texte auf der eigenen Website überhaupt verständlicher werden, etwa in Einfacher oder Leichter Sprache, bietet Fair Text mit Plug & Play für Einfache Sprache ein eigenes, separates Tool, das sich mit Translate kombinieren lässt.
Es gibt keine einzelne richtige Antwort auf die Frage nach der besten Weglot-Alternative für die eigene mehrsprachige Webseite, nur die Frage, welches der fünf Kriterien für die eigene Organisation am stärksten zählt. Wer damit anfängt, kommt schneller zu einer passenden Entscheidung als mit einer allgemeinen Bestenliste.